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ISPOR 2026: Perspektiven, die die Zukunft von Zugang, Evidenz und Patientenwirkung prägen

Auf der ISPOR 2026 teilten Cencora-Experten ihre Perspektiven zu den Kräften, die die Entscheidungsfindung im Gesundheitswesen auf den globalen Märkten verändern.

Diese Interviewreihe vereint aktuelle Gespräche über Meistbegünstigungspreise (MFN), internationale Referenzpreise (IRP) und Markteinführungsstrategien sowie über die wachsende Rolle künstlicher Intelligenz in der Gesundheitsökonomie und Ergebnisforschung (Health Economics and Outcomes Research, HEOR), Real-World Evidence (RWE) und Marktzugang. In diesen Diskussionen bleibt ein Thema konstant: die Notwendigkeit, Politik, Evidenz und Innovation effektiver zu verbinden, um das Patientenerlebnis zu verbessern und den Zugang zur Therapie zu unterstützen.

Preisdruck und Patientenzugang auf der ISPOR

Auf der ISPOR teilte Casper Paardekooper, VP, Head of Pricing, Policy and Stakeholder Engagement, Europe, Cencora, seine Perspektiven über das schwierige Gleichgewicht zwischen pharmazeutischer Ökonomie und Patientenzugang. Er erklärte, wie der internationale Preisdruck Entscheidungen über die Markteinführungssequenzierung beeinflussen kann, insbesondere wenn niedrigere Preise in Europa oder Japan erhebliche US-Einnahmen gefährden könnten. Obwohl dies schwierige Geschäftsrealitäten sind, betonte er, dass verzögerte Markteinführungen letztendlich den Zugang der Patienten zu Therapien verlangsamen können.

Casper skizzierte auch mehrere Maßnahmen, die Pharmaunternehmen ergreifen können, darunter eine strategischere Markteinführungssequenzierung, eine stärkere globale Preissteuerung, stärkere Evidenzpakete zum Nachweis des Wertes und eine engere Zusammenarbeit mit Interessengruppen im Gesundheitswesen und Branchenverbänden, um die Herausforderungen beim Zugang und bei den Ausgaben gemeinsam anzugehen.

Drei Signale von ISPOR, die Biopharma nicht ignorieren sollte

Von der Preispolitik über künstliche Intelligenz (KI) bis hin zur Patientenreise wies Chelsey Campbell, Senior Director, Commercial Excellence bei Cencora, auf drei Themen hin, die bei den Gesprächen auf der ISPOR am meisten auffielen. Zusammen spiegeln sie wider, wie schnell sich die Marktzugangslandschaft entwickelt – und wie wichtig es für Hersteller ist, Politik, Evidenz und Patientenerfahrung effektiver miteinander zu verbinden.

Chelsey hob die wachsende Diskussion über MFN-Preise und IRP hervor, einschließlich der Frage, was diese Entwicklungen für die globalen Markteinführungs- und Preisstrategien der Hersteller in Nordamerika und Europa bedeuten könnten. Sie hob auch die KI-Dynamik hervor, mit großen Sprachmodellen, natürlicher Sprachverarbeitung, maschinellem Lernen und agentischen Modellen, die in HEOR, RWE und Marktzugang an Bedeutung gewinnen.
Schließlich betonte sie die Patientenerfahrung als kritischen Schwerpunktbereich, wobei den Ergebnissen über die traditionellen Endpunkte klinischer Studien und HEOR-Studien hinaus mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Da die digitale Transformation den Zugang zu Telemedizin, Patientenportalen und patientenzentrierten Daten erweitert, wachsen die Möglichkeiten, die gesamte Patientenreise besser zu verstehen und zu verbessern.

Wo Evidenzstrategie auf Zugangsrealität trifft

Nachdem er jahrzehntelang die Entwicklung von ISPOR beobachtet hat, sieht Tommy Bramley, SVP, Global Consulting bei Cencora, die nächste Verschiebung stärker in den Fokus rücken. Auf der diesjährigen Konferenz reflektierte er, wie sich das Feld von einer starken methodischen Grundlage zu einer breiteren Diskussion entwickelt hat, die von KI, MFN-Preisen und der wachsenden Notwendigkeit, die Evidenzgenerierung direkter mit dem Patientenzugang zu verbinden, geprägt ist.

Tommy betonte, dass die nächste Welle des Fortschritts von einer effektiveren Nutzung von Daten über den gesamten Produktlebenszyklus abhängen wird. Er verwies auf Fortschritte bei der Datenextraktion, -interpretation und -RWE als Schlüsselfaktoren für die Erstellung stärkerer Modelle, ein klareres Verständnis der Patientenreise und die Identifizierung, welche Patienten am ehesten von einer Therapie profitieren. 
Er unterstrich auch, wie wichtig es ist, Evidenzpakete früher zu entwickeln, Evidenzlücken mit den richtigen Methoden zu schließen und die Erwartungen von Regulierung, Health Technology Assessment (HTA), Kostenträgern und Anbietern effektiver aufeinander abzustimmen. In einem Preisumfeld, das vom Druck der Meistbegünstigung geprägt ist, stellte er fest, dass die Verringerung der Unsicherheit in Bezug auf die Markteinführungssequenzierung und die Erstattungsstrategie entscheidend ist, um Herstellern dabei zu helfen, Therapien in mehr Märkte zu bringen und gleichzeitig den Patientenzugang zu unterstützen. Letztendlich formulierte er das Ziel klar: Maximierung des Patientennutzens durch Beschleunigung von Innovationen, Optimierung des Zugangs und Unterstützung der richtigen Therapien bei den richtigen Patienten zur richtigen Zeit.

Die in dieser Diskussion geäußerten Ansichten und Meinungen stellen die Ansichten und Meinungen der Teilnehmer und nicht von Cencora dar und stellen keine Rechtsberatung dar.



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